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Friedensdenkschrift der EKD 2025

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat 2025 eine Friedensdenkschrift vorgelegt, die unter dem Eindruck des russischen Kriegs gegen die Ukraine versucht, aktuelle Antworten in der Tradition evangelischer Friedensethik zu formulieren.

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat 2025 eine Friedensdenkschrift vorgelegt, die unter dem Eindruck des russischen Kriegs gegen die Ukraine versucht, aktuelle Antworten in der Tradition evangelischer Friedensethik zu formulieren. Dabei stellt sie eine Theorie vom Gerechten Frieden ganz in den Vordergrund eines balancierten Konzepts von Friedenstüchtigkeit und militärischer Friedenssicherung.

Der Text hat heftige Diskussionen hervorgerufen und sei zur Lektüre (149 Seiten: www.ekd.de/frieden) empfohlen.

„Der Gerechte Friede entfaltet sich in vier Dimensionen: Schutz vor Gewalt, Förderung von Freiheit, Abbau von Ungleichheiten und dem friedensfördernden Umgang mit Pluralität“, wobei der Schutz vor Gewalt die Ermöglichungsbedingung für die anderen drei Dimensionen darstellt.

Die 10 Kernaussagen dieser Denkschrift:

  • Angesichts der Grausamkeit von Tod, Vergewaltigung, Verletzung und Traumatisierung durch bewaffnete Konflikte muss der Schutz vor Gewalt im Zentrum der Bemühungen von Politik, Zivilgesellschaft und Kirche stehen.
  • Hybride Kriegsführung, digitale Desinformation und Cyber-Operationen fordern ein breites Verständnis von Sicherheit.
  • Eine Politik der Angst schützt nicht vor Terrorismus, sie macht ihn nur stärker.
  • Politisches Handeln muss einer Herrschaft des Rechts statt der Macht des Stärkeren dienen.
  • Klimagerechtigkeit ist integraler Bestandteil der Friedenspolitik.
  • Der Besitz und die Drohung mit dem Einsatz von Atomwaffen widersprechen dem Geist des Gerechten Friedens.
  • Es gibt – jenseits von Bündnisverpflichtungen – keine generelle ethische Pflicht zur Nothilfe durch Waffenlieferung, wohl aber die Notwendigkeit der Einzelfallabwägung.
  • Gemeinschaftliche Sicherheit braucht den Einzelnen. (Debatte über eine allgemeine Dienstpflicht.)
  • Das Engagement für Friedensbildung und Friedensarbeit ist für Christinnen und Christen ein unverzichtbarer Beitrag zu einer friedensfähigen Gesellschaft.
  • Die Kirche spricht von Hoffnung. Die Kirche ist keine politische Entscheidungsinstanz, aber sie begleitet das öffentliche Ringen um Orientierung.

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