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„Ich bin sehr dankbar für die Zeit bei Euch in Lengfeld.“

Bewegende Verabschiedung von Diakon Gregor Groß nach 14 Jahren Dienst in Lengfeld

Viele Umarmungen, anerkennende Worte und Applaus begleiten Diakon Gregor Groß in den Ruhestand. Vor 14 Jahren hatte der gebürtige Rheinländer seinen Dienst in Lengfeld begonnen und wurde am Sonntag, 13. September, im Rahmen eines Gottesdienstes in St. Lioba verabschiedet. Als herzlichen und den Menschen zugewandten Seelsorger bezeichnete Pfarrer Dr. Harald Fritsch Gregor Groß und wünschte ihm mit Blick auf eine norddeutsche Ansichtskarte „Sonne im Gesicht, Wind im Rücken und allezeit gute Aussichten.“ Christus selbst sei diese Sonne, und der Heilige Geist jener Rückenwind, den es auch im Ruhestand brauche. „Auch neue Freiräume wollen gestaltet sein“, so Fritsch. 

Abschied nahmen auch der Pfarrgemeinderat, die Arbeitsgruppe „Eine Stunde Zeit“ und nicht zuletzt eine große Schar von Ministrantinnen und Ministranten, zu denen Diakon Gregor Groß stets ein sehr gutes Verhältnis hatte.

Groß selbst machte nicht viele Worte. „Ich bin sehr dankbar für die Zeit bei Euch in Lengfeld“, sagte er und gab allen, die sich in der Gemeinde haupt- und ehrenamtlich engagieren, den Rat mit: „Achtet auf Eure Kräfte und lasst manches bleiben.“ Er bedaure es sehr, dass es keinen Nachfolger für ihn gebe und seine Aufgaben nun verteilt werden müssten, aber das sei die Realität in einer kleiner werdenden Kirche.

Groß schloss mit Gedanken, die der Amerikanische Priester und spätere Bischof  Kenneth Edward „Ken“ Untener auf den 1980 ermordeten Befreiungstheologen Oscar Romero bezog. Demnach seien wir Arbeiten und nicht Baumeister, Diener und nicht Erlöser: „Es hilft, dann und wann zurückzutreten und die Dinge aus der Entfernung zu betrachten. Wir vollbringen in unserer Lebenszeit lediglich einen winzigen Bruchteil jenes großartigen Unternehmens, das Gottes Werk ist. Nichts, was wir tun, ist vollkommen.  […] Wir können nicht alles tun. Es ist ein befreiendes Gefühl, wenn uns dies zu Bewusstsein kommt. Es macht uns fähig, etwas zu tun und es sehr gut zu tun. Es mag unvollkommen sein, aber es ist ein Beginn, ein Schritt auf dem Weg, eine Gelegenheit für Gottes Gnade, ins Spiel zu kommen und den Rest zu tun.“

Ein großes Buffet im Georg-Engel-Saal bot nach dem festlichen Gottesdienst einen schönen Rahmen für weitere Worte des Dankes, für Austausch und Begegnung. 

Gregor Groß wird im Pastoralen Raum Nord-Ost nebenberuflich weiterhin in der Trauerpastoral tätig sein.

Sebastian Schoknecht

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