Bedingt durch den Katholikentag wurde unser Lengfelder Pfingstpilgerweg in diesem Jahr vom Mai in den Juni verschoben und schlug mit der Übernahme des Mottos „Hab Mut, steh auf“ eine inhaltliche Brücke zum Großereignis.
Unser Weg führte, wie gewohnt und ökumenisch passend, vom katholischen Kloster der Missionsbenediktiner in Münsterschwarzach zur evangelischen Schwesterngemeinschaft auf dem Schwanberg.
Vier Stationen, inhaltlich gut vorbereitet, luden mit biblischen Texten, Liedern, Gebeten und Impulsen ein, über das Leitwort „Hab Mut, steh auf“ vertieft nachzudenken, mal im intensiven Austausch, dann auch schweigend im Hören auf die sommerliche Natur und die innere Stimme: Wie war das noch mit Jesus und dem blinden Bartimäus? Was bestärkt mich auf meinem Lebensweg? Müssten wir nicht die Bewahrung der Schöpfung und den Weltfrieden gemeinsam bedenken, weil es ohne eine intakte Umwelt auf Dauer keinen Frieden geben kann? Und was stört mich und andere in Kirche und Gesellschaft, sodass ich bereit bin, für Veränderungen aufzustehen?
Schließlich wurde auch deutlich, dass der Aufruf „Hab Mut, steh auf“, ohne den Hinweis auf Jesus Christus richtungslos bleibt: „Er ruft dich!“. Sind wir bereit, uns Christus vorbehaltlos in die Arme zu werfen?
Gemeinsam mit den Schwestern auf dem Schwanberg, die die Pilgergruppe aus Lengfeld herzlich willkommen hießen, wurde die Vesper gesungen. Und beim Abendbrot im Benediktiner in Münsterschwarzach fand der Pilgerweg dann seinen geselligen Ausklang. Alle waren sich einig, dass dieser Pilgerweg wieder eine schöne Erfahrung war, die es auch im kommenden Jahr geben möge, gerne mit weiteren pilgerfreudigen Christinnen und Christen.
Sebastian Schoknecht



























