Mit berührenden Klavierstücken, zarten Gedichten und intensiven Gedankensplittern rund um Leben und Glauben wollten die beiden Gelegenheit geben, „zur Ruhe zu kommen, nach innen zu lauschen, sich berühren zu lassen in all dem, was unser Leben ausmacht, um so vielleicht einen Moment der Stärkung in die neue Woche mitzunehmen“.
Die Musik des italienischen Komponisten Ludovico Einaudi legt Jakob Schoknecht einfühlsam ins Ohr. Die Zuhörenden lassen sich erfassen vom Lauf der Töne – mal wie ein träge dahinfließender Fluss, mal wie ein kristallklar perlender Frühlingsbach. Dazwischen Gedanken über „Gottes Wort, das uns trägt, liebt und hält.“ „Dein bin ich, Gott, auf jedem Grund und Boden“, formuliert Schwester Maria. Dann folgen die Gedanken wieder in eiligem Lauf den tänzelnden Tönen, überholen einander, springen über Felsen, bis sie sich in heilenden Tiefen ausruhen können. Denn: „Irgendwann müssen wir uns eingestehen, dass unsere Zeit Jetzt ist“, bringt Schwester Maria das wilde Gedankenkarussell zur Ruhe. Und deshalb: „Lobe Gott mit allem, was Du hast. Blicke auf ihn. Er hat ein Wort für Dich. Weise auf ihn hin, verbreite seinen Frieden in Licht und Dunkelzeiten. Alles was atmet. Gott jubelt, weil es Dich gibt.“
37 Minuten später sind Kopf, Atem und Herz ruhig, die Zuhörenden versunken in sich selbst, in Gott. Für einen Moment war es möglich, innezuhalten im hektischen Sprung des Alltags und einzuschwingen in das Leben in Fülle.
Anja Legge







