Der Weltgebetstag 2026 wurde von Frauen aus dem westafrikanischen Land Nigeria ausgerichtet. Ein Land, dreimal so groß wie Deutschland, 230 Mio. Einwohner, vor allem viele junge Menschen, mit Bodenschätzen wie Öl, Gas und Gold. Der Shell-Konzern fördert dort sein Öl.
Also ein reiches Land? Nein! Viele Menschen leiden nicht nur unter großer Armut, sondern auch unter der Gewalt auf den Straßen, Kriminalität, Bandenüberfällen, Vergewaltigung und Korruption. Die Terrorgruppe Boko Haram ist durch ihre Entführungen weltweit bekannt geworden. Frauen, speziell junge, die bereits Witwen sind, haben es schwer Arbeit zu finden, um sich und ihre Kinder ernähren zu können. Familiäre Unterstützung bekommen sie oft nicht. Die Angst um ihre Kinder begleitet sie ständig. Wie gehen diese Frauen mit den vielen Problemen um? Nicht, indem sie Hass oder Intoleranz pflegen, sondern Kraft in ihrem Glauben finden und untereinander solidarisch sind. Und sich täglich neu entscheiden für ein Leben in Liebe. Das hilft ihnen ihre Last leichter zu tragen und ihre Ruhe in Gott zu finden. Es klingt leicht, ist es sicher nicht.
Die Feier des Weltgebetstags hatte im Heilig-Geist-Chor im ÖZ einen angenehmen Rahmen. Anja Legge (Gesang) und Michael Heinrich (Orgel) begleiteten die zur Verfügung gestellten Lieder aus Nigeria herzerwärmend und begeisternd. Das Team von Ingrid Rösemann hat die Texte kreativ und inspirierend den Besucherinnen nahegebracht. Vergelts Gott an alle!
Eine Gebetsveranstaltung mit einer eigenen, spürbaren Energie, bei der man nicht sorgenlos beschwingt nach Hause geht, sondern eher nachdenklich, aber auch mit Dankbarkeit!
Das anschließende Zusammensein im Pfarrsaal mit Austausch und leckerem Essen war wieder ein schöner Ausklang. An dieser Stelle möchten wir der Firma Kaufland für die großzügige Obstspende danken.
Es wäre zu wünschen, dass diese Veranstaltungen auch in Zukunft von den heute jungen Frauen weitergeführt werden.
G. Rügemer




