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Gelebte Ökumene

Obwohl evangelische und katholische Gemeinde strukturell betrachtet eigenständig sind und ihr gottesdienstliches Leben gemäß der jeweils eigenen Tradition pflegen, sind sie im geschwisterlichen Miteinander mit einem hohen Verpflichtungsgrad verbunden. Der römisch-katholische Pfarrer wird ideell als Co-Parochus der evangelisch-lutherischen Gemeinde akzeptiert und umgekehrt. Von Anfang an war es Programm, einander und die konfessionellen Besonderheiten besser kennenzulernen, um theologisch verantwortet Schritte der Annäherung gehen zu können.

Verbindungen über Lengfeld hinaus bestehen zur brasilianischen Partnergemeinde in Pacotì (Cearà), deren Co-Parochus der katholische Pfarrer von Lengfeld ist.

Bruecke webDie Verbindung zur säkularen Welt wird symbolisiert durch die Fußgängerbrücke über die Kürnach hinüber zur Kürnachtalhalle. Diese Brücke wird von vielen Einwohnern als ideelle Mitte Lengfelds wahrgenommen.

In der Gremienarbeit wird Ökumene sichtbar bei der monatlichen „Ökumenischen Dienstbesprechung“ der Hauptamtlichen, in der „Ökumenischen Plattform“, einem Ausschuss, der Beschlüsse der gemeindeleitenden Gremien vorbereitet, den regelmäßigen gemeinsamen Sitzungen von Pfarrgemeinderat und ev. Kirchenvorstand und dem Freundeskreis des ÖZ.

Liturgische ökumenische Formate sind ökumenische Gottesdienste wie der Friedensgottesdienst im März, der Gottesdienst zum ÖZ-Sommerfest im Juli und zum Weihetag im Dezember, sowie Kanzeltausch an den zweiten Feiertagen und gegenseitige Einladungen zu konfessionell geprägten Feiertagen.

Ein besonderes Zeichen ökumenischer Verbundenheit ist der jährliche Osterkerzentausch: Jedes Jahr beginnen katholische und evangelische Christen die Osternacht gemeinsam am Osterfeuer und schenken sich gegenseitig eine Osterkerze, die eigens für die Geschwister im Glauben gestaltet wurde. Für 2020 steht nun erstmals die Feier einer ökumenischen Osternacht auf dem Plan. Ein anderes Highlight, das zunehmend auch von jungen Familien genutzt wird, ist der ökumenische Pilgerweg von Münsterschwarzach auf den Schwanberg. Wer die Ökumene nicht mit den Füßen, sondern auf spirituelle oder wissenschaftliche Weise pflegen will, kann dies bei den Ökumenischen Vortragsabenden oder den Ökumenischen Bibelgesprächen tun.

Als Besonderheit darf schließlich auch das kirchliche Mitteilungsblatt „Neues im Blick“ gelten, das als Nachfolgeorgan von „Die Brücke“, „Neue Brücke“ und „Blickpunkt“ die kirchlichen Nachrichten von katholischer und evangelischer Gemeinde in einem Heft vereint.

 

 Darüber hinaus ist das ÖZ Heimat zahlreicher Gruppen, Projekte und Angebote, die Sie unter Gemeindeleben finden.

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